BLACK COUNTRY COMMUNION: Die neue Supergroup mit Joe Bonamassa, Glenn Hughes und Jason Bonham

Eine neue Supergroup?

Nun denn, die Besetzung in Sachen Rockmusik ist prominent genug.
Black Country Communion bestehen aus:

Bluesrock-Gitarristenheld Joe Bonamassa

Sänger/Bassist Glenn Hughes
(Deep Purple, Black Sabbath, Trapeze, Gary Moore Band)

Keyboarder Derek Sherinian
(Dream Theater, Billy Idol, Alice Cooper, Kiss)

Drummer Jason Bonham
(Foreigner, Bonham)

sowie deren Mentor/Produzent Kevin Shirley (Led Zeppelin, Aerosmith, Black Crowes)

Und doch wehrt sich Bonamassa gegen den Begriff Supergroup: „Wir haben aus Freude an der Musik angefangen, miteinander zu spielen, und wir hatten einfach sehr viel Spaß, als wir die ersten fünf Tracks gemeinsam eingespielt haben – damals noch nicht unbedingt mit dem Gedanken im Hinterkopf, eine gemeinsame Band zu starten. Das ganze Projekt hat sich dann sehr organisch entwickelt, ist nicht irgendeine business-mäßig kalkulierte Geschichte – und ich spiele erstmals seit vielen Jahren wieder mal in einer Band mit anderen gleichberechtigten Musikern zusammen, was mir einfach unglaublich Vergnügen bereitet und den Druck von mir nimmt, als Bandleader für alles verantwortlich zu sein“, sagt Bonamassa, der in den letzten Jahren in die Topliga der Bluesrock-Gitarristen aufgestiegen ist. „Und noch eines: Letztlich geht es um die Songs, nicht darum, wer sie mit wem spielt!“ Bei Glenn Hughes klingt es ähnlich, wenn es um den Begriff Supergroup geht: „Letztlich sind das doch alles nur Schlagworte oder Slogans. Mir ist die Bezeichnung ´neue Band´ sehr viel lieber!“

Wichtig ist, was an großen Songs dabei rauskommt. Das Album “Black Country” wird am 17. September 2010 erscheinen.

Den Song “One Last Soul” gibt es jetzt bereits auf myspace zu hören oder auch als Free Download auf der Bandhomepage

Dass die Geburt der Gruppe nicht ganz schmerzfrei verlief, daraus machen weder Bonamassa noch Hughes einen Hehl, die das ganze Projekt zunächst auf den Weg brachten, nachdem die sich vor drei Jahren kennengelernt und dann im November 2009 gemeinsam im House Of Blues in Los Angeles gejammt hatten, ehe sie beschlossen, sich gegenseitig auch im Studio zu testen. Es war Shirley, der die beiden anderen Mitstreiter ins Spiel brachte, von denen Hughes begeistert war: „Ich kannte Jasons Vater John Bonham sehr gut, war bei ihm daheim, als er seinem vierjährigen Sohn die ersten Trommeltöne beibrachte – und John jammte oft mit mir, als ich noch bei Trapeze spielte. Es gibt nicht viele Musiker, die von sich sagen können, dass sie mit beiden Bonhams gespielt haben! Und Derek kenne ich auch schon über 20 Jahre – er ist ein begnadeter wie verrückter Keyboarder!“

Das erste Album “Black Country” bietet traditionellen Classic Rock in einer modernen Form“, so Hughes. Zu hören sind mit einer Ausnahme neue, frische, von der Band gemeinsam verfasste Songs, aus denen deren Vergangenheit und Vorlieben herauszuhören sind: Rock, Blues und gelegentliche Soul/Funk-Anleihen, für die vor allem Hughes seit Jahrzehnten bekannt ist. „Diesmal wollte ich aber in erster Linie rocken, weil mir klar geworden war, dass ich das in den letzten Jahren vermisst habe“, beschreibt Hughes seine eigene Vorgabe.

Zehn der zwölf Lieder singt Hughes – es fällt schon auf, dass die Rhythmusabteilung der BCC britischer Abstammung ist, aber schon lange in den Vereinigten Staaten lebt, während die Solo-Instrumentalisten US-Bürger sind –,wohingegen Bonamassa im Studio bei zwei Songs diese Aufgabe übernahm und am Gesangsmikrofon stand. Und die eine angesprochene Autorenausnahme im Repertoire der Black Country Communion ist „Medusa“: Das Quartett hat dem Trapeze-Klassiker im Studio eine Frischblutzufuhr ver- und heutigen Hörgewohnheiten angepasst. „Wir haben uns keine großen Gedanken über irgendwelche Trends gemacht, ob irgendetwas gerade angesagt und damit besser verkäuflich ist – wir haben einfach aus dem Bauch heraus gerockt“, umreißt Hughes die Ambitionen der Band.

Schließlich will die im Jahr 2011 auf Tour gehen und die Erfahrung wieder machen, die sie bei ihrem Live-Debüt im März des Jahres 2010 erlebt hat: Da waren Hughes, Sherinian und Bonham im kalifornischen Riverside zu Bonamassa auf die Bühne gekommen, als die Zugabe für dessen Konzert anstand. Gemeinsam stimmten sie Hughes´ Deep-Purple-Klassiker „Mistreated“ und die eigene Nummer „One Last Soul“ an – und das Haus bebte ebenso, wie das Quartett vom gemeinsamen Musizieren begeistert war.

Als „Powerhouse Band“ bezeichnet Kevin Shirley das neue Quartett und trifft den Nagel auf den Kopf. Die Songs entstanden live im Studio, alle vier Musiker gleichzeitig in einem Raum – die Chemie stimmte zwischen „Senior“ Glenn Hughes („ich habe meine gesamten Vocals in nur zehn, zwölf Stunden eingesungen“) und seinen Mitmusikern, die zum Teil seine Söhne sein könnten. Das ist beim Hören der Songs von „Black Country“ zu spüren – und das Titelstück hat die Qualitäten, sich zu einem neuen Classic-Rock-Dauerbrenner zu entwickeln, wie ihn BCC herausgeschmettert haben. „Musiker sagen zwar immer, dass ihr neues Album ihr bislang bestes ist, aber ich bin wirklich überzeugt, dass ´Black Country´ die beste Rocknummer ist, die ich je geschrieben habe – und Joe hat ihr dazu noch seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt! So muss richtiger Rock 2010 einfach klingen“, ist Hughes in seinem Drang zu schwärmen nicht mehr zu bremsen: „´Black Country´ ist unser ´Immigrant Song´, unser ´Highway Star´, unser ´Start Me Up´ - es ist ganz einfach unser Gruß an Musikliebhaber:

Hallo, wir sind eine Rock-Band!”

„Wir brennen darauf, diese Stücke auch live zu präsentieren, was aber nicht so einfach wird, weil jeder von uns sein eigenes Ding am Laufen hat und wir unsere Konzerte darum herumstricken müssen“, erklärt Hughes, warum es noch einige Monate dauern wird, bis die Black Country Communion – der Name ist von der britischen Industrieregion in den Midlands übernommen, in der Hughes und Bonham einst groß wurden – auch auf Tour zu erleben sein wird.

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