Neue Album von Iggy Pop: “Préliminaires”
Iggy Pop veröffentlicht am 15. Mai 2009 mit “Préliminaires” (EMI Music) eines der wohl ungewöhnlichsten Alben seiner exzeptionellen Karriere.
Der “Godfather Of Punk”, wie der Künstler auch bezeichnet wird, markiert seine Rückkehr mit “einem ruhigen Album mit einigen Jazzanklängen”, wie er zuvor in einer Videobotschaft anlässlich dieses Projekts erklärte. Er sei an den Punkt gekommen, so Iggy Pop weiter, wo er es satt hatte, idiotischen Wüstlingen zuzuhören, wie sie auf Gitarren eindreschen. Er habe begonnen, Jazz aus der New-Orleans-Ära wie etwa Louis Armstrong und Jelly Roll Morton zu hören. “Außerdem hatte ich schon immer ein Faible für Balladen.”
Die Songs und Texte des Albums wurden von dem kontrovers diskutierten Roman “Die Möglichkeit einer Insel” des französischen Autors Michel Houellebecq inspiriert. Das Buch, so Iggy Pop, handele “von Tod, Sex, dem Ende der Menschheit und einigem anderen lustigen Zeug. Ich habe das Buch mit größtem Vergnügen gelesen, als es erschien, und in meiner Vorstellung schuf ich Musik, die ich während der Lektüre des Buchs in meiner Seele hörte.” Aus dem Angebot, Songs für eine Dokumentation über Michel Houellebecq zu schreiben, war schließlich unabhängig davon das neue Album entstanden.
Auf dem Album “Préliminaires” (”Vorspiel”) interpretiert Iggy Pop unter anderem “Les Feuilles Mortes”, die französischsprachige Version des Jazz-Standards “Autumn Leaves” von Joseph Kosma und Jacques Prévert, der unter anderem von Edith Piaf und Yves Montand adaptiert worden war. Ganz im Stil des New-Orleans-Jazz gehalten ist “King Of The Dogs”, die Geschichte eines Hundes namens Fox, der erklärt, “wie cool es ist, ein Hund zu sein, und wie sehr dies das menschliche Leben übertrifft”. Mit dem Bossa-Nova-Klassiker “How Insensitive” von Antônio Carlos Jobim enthält das Album noch eine weitere Coverversion.
Das visuelle Artwork zu “Préliminaires” stammt von Marjane Satrapi, die durch ihren irankritischen Comic-Roman und den daraus entstanden Animationsfilm “Persepolis”, bei dem sie selbst Regie führte, weltweit bekannt wurde. Satrapi und Pop hatten sich getroffen, nachdem die iranische Künstlerin den legendären Musiker gebeten hatte, für den im Jahr 2007 Oscar-nominierten Film eine Sprechrolle zu übernehmen.
Tags: Ballade, Bossa Nova, Edith Piaf, Iggy Pop, Jazz, Louis Armstrong, Michel Houellebecq, Punk, Sex, tod, Yves Montand
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