Die letzten Tage in Neuseeland

brrrrrrrrr….
Die Kiefer klappern, der Atem dampft.. Winter! Ich versuch mal ein paar Impressionen zu geben:

Genau! Schnee und Hagel is das! Damit das mal klar ist: bei euch ist es schöner! Und wenn nicht ist der durchwachsene deutsche Sommer schuld ;-)

Grauer Himmel, alle bleiben drin und gehn früh ins Bett.. furchtbar!! In meinem Kopf ists Sommer. Ich hätte nie gedacht, dass mich das so sehr beeinflusst.

Und so will ich mal alle die zum Schweigen bringen, die denken “Oh, der Henning hats so gut! Der is in Neuseeland, da is alles toll!” - Von wegen! Ich würd auch gern grillen, bis abends um 9 oder länger draußen sitzen. Nix da! Hier meine Top 10, warum es zu Hause besser ist als in Neuseeland (zumindest im Augenblick).

1. Es is lange hell.
2. Bier schmeckt besser.
3. Schnaps is billiger.
4. Ich musste mein Auto verkaufen.
5. Die Leute sitzen in Neuseeland drim rum und sind unsozial.
6. Es gibt keine Heizung.
7. Es is kalt.
8. Es gibt keine Rote Woscht.
9. Es gibt schwarze Woscht, die nicht so gut schmeckt wie daheim.
10. Bier is billiger.

Winterliche Impressionen aus dem Paradies, das keins mehr ist. Und so lass ich den Rock’n'Roll mal Rock’n'Roll sein! Obwohl ich zugeben muss, dass ich meinen Abschied gebührend gefeiert hab! Und das 5 mal oder so. Hab ich mir nach dem erfolgreichen Abschluss meines Auslandssemesters auch verdient.

Wohl denen, die einen Kamin haben, wie hier die Anarchisten. Der Verein war wohl so eine Art Antifa und hat zum Frühstück eingeladen. Und wos was umsonst gibt geh ich ja immer gern hin :D (Deswegen war ich wohl so oft in der Uni: weil der Kaffee umsonst war! Da sieht man mal, man muss mich nur anlocken.) Jedenflass war das Anarchistenfrühstück ausgezeichnet! Schade, dass solche Leute nicht an Fleisch glauben.

Witzig war, wie die Leute, die nach und nach hereinkamen, erzählten wo sie geparkt hatten. “Ich steh aufm Behindertenparkplatz!” - “Echt? Das geht doch net!” - “Klar Mann, ich bin doch Anarchist!”
Man darf sich eben nix gefallen lassen….

Zurück zu den Winterimpressionen. Die Farne ziehen sich auch genervt zurück.

Ach ja… Schön wars hier! Aber es wird auch höchste Zeit für was anderes, nun da ich ja keine Verwendung mehr hier habe. So geht es denn nach Australien an die Ostküste. Da hats auch im Winter noch 22 Grad. Jetzt im Augenblick dürfte ich schon dort sein und mich hoffentlich sonnen.

Also, Fazit: Gibt es Rock’n'Roll? Verdammt, ja! Aber noch viel mehr gibt es hier zu entdecken… Ich empfehle jedem mal die Flugkosten auf sich zu nehmen und herzukommen. Es ist wirklich eine andere Welt, mit sehr netten Leuten, unglaublicher Landschaft und viel zu erleben. Und man merkt, dass viele Dinge umso vieles einfacher sein können als in der BRD. Bloß, weil man mal aufeinander zugeht und sich nicht immer denkt “Ich hab bezahlt, ich will was dafür!” und “Ich bin erster dran!”

Oder so ähnlich.. Aber mein ganzes Gelaber nutzt ja nix, man muss es selbst erfahren. Ich kann nur Eindrücke vermitteln.

Meine neuseeländischen Freunde jedenfalls verabschieden sich mit dem landestypischen Gruß und bestellen eben diesen nach Deutschland.

Hehe… is garantiert nich böse gemeint, wie alles hier. Mich freut jedenfalls, dass ich einen bleiben Eindruck hinterlassen werde.

Aber irgendwie stellt mich das so noch net zufrieden. Das Gescheiteste, das ich in dieser Situation machen kann, ist wohl, das letzte Wort jemand anderem zu überlassen. Also, merkt euch die Worte der Sweet-Cherryleg-Gallery und freut euch über die Sonne (wenn sie denn scheinen sollte) und die langen Tage.

Ich hingegen verabscheu mich und werde mich bald aus Australien melden.

Bis bald,

H

gelesen: 2010 Mal
Tags:

Ähnliche Beiträge zum Artikel Die letzten Tage in Neuseeland

Deine Meinung zu diesem Artikel?