Letzter Trip: Nordinsel

…und so langsam neigt sich meine Zeit in Neuseeland dem Ende zu. Aber das Beste kommt bzw. kam ja noch: die Freundin ;-) Um mich nicht im Ton zu vergreifen wird der Blog heute übrigens mal etwas wissenschaftlicher gestaltet. :-)

Also wurde die Uni mal in Ruhe gelassen für drei Wochen, um endlich mal die Nordinsel zu erkunden. Nur schlechtes hatte ich mehr oder weniger darüber gehört. Viel Regen, langweilig, bla bla… Aber bevor ich mir einstellige Temperaturen auf der Südinsel antue, mach ich mich lieber auf die Suche nach den letzten Sonnenstrahlen. Auch wen die am Lake Taupo leider ausblieben, wurde ich mit wunderschöner Herbstlandschaft und unglaublich blauem und klarem Wasser belohnt.

Dieser See ist übrigens der Beweis für den größten Vulkanausbruch in der jüngeren Geschichte der Erde. Der See, ungefähr so groß wie der Bodensee, ist der Krater dieses gigantischen Vulkans gewesen. Überall in dieser Gegend findet man heiße Quellen, die einem natürliche Whirlpools bieten. Man wandert einfach n bisschen rum, und kann sich dann schön ins 60 Grad heiße Wasser flözen.

Der Grund für die Gasentweichung ist anscheinend, dass sich die pazifische Kontinentalplatte unter die australische schiebt. Und da es 1000 km tief in der Erde bekanntlich wohlig warm ist, verdampft das Material und entweicht an der Erdoberfläche. Hier ein Bild vom Forgotten Valley zwischen Rotorua und Lake Taupo. Nein, Dinosaurier gibt’s da trotzdem keine!

Die Vulkanlandschaft lässt auch den pH-Wert des Wassers sinken bzw. steigen, was weiß ich… jedenfalls lässt sich Schmuck in dem alkalischen Wasser reinigen.

Aber das ganze hat auch seine Nachteile: in Rotorua stinkts! Die Gasentweichung ging teilweise sehr zu Lasten meines Geruchsinns. Ich kann mich zumindest nicht daran erinnern, jemals vorher von Gestank geweckt worden zu sein.

In Rotorua gibt es eine Vielzahl von Outdooraktivitäten, von denen sich eine ganz besonders hervorhebt: Zorbing! Man wird in eine dreimetergroße Plastikkugel gesperrt und den Hügel hinunter gerollt. Dauert zwar nicht lange, ist aber ultrawitzig wie man darin hin- und herfliegt.

Aber das Landesinnere war recht verregnet, so dass wir weiter zur Bay of Plenty, der Nordküste Neuseelands, fuhren. Und siehe da: Hier war Sommer! Endlich mal die kurze Hose wieder ausgepackt. Strand, surfen, Sonne… genial!

Und leck mich doch! Das mit dem Surfen krieg ich noch hin, und wenns mein Leben lang dauert.

Nach Tauranga und Mount Maunganui ging es hoch zur Coromandel Halbinsel. Hier finden sich entlegene Wasserfälle.

Außerdem stellte die Gegend die Landschaft für ein paar Szenen aus „Die Chroniken von Narnia“. Folgende Bilder sind von da, wo der Zug da oben so lang fährt. Plötzlich kommen die bösen Zwerge aus dem Hinterhalt und überfallen, auf Löwen reitend, den Zug mitsamt.. äh.. keine Ahnung! Ich hab den Film ja nie gesehen…Trotzdem war die Landschaft atemberaubend!

Auckland darf man sich natürlich auch nicht entgehen lassen. Der Skytower, das höchste Gebäude der südlichen Hemisphere, wurde umgehend bestiegen.

N Roller in nem Café? Wer machtn so was??

Aber naja, wir warn halt ma da. Ham geguckt, ob die anderen auch gucken.

Danach gings nach Pahia, in der Bay of Islands. Auch hier gab es noch ein paar letzte Sonnenstrahlen. Doch die größte Attraktion war zweifellos das Hostel, das der Animalfarm glich.

Und auf dem Rückweg über die eiskalte und verregnet Surf-Metropole Raglan hielten wir in New Plymouth. Die Gegend ist bekannt für ihren pechschwarzen Sand.

Achja.. ein toller Urlaub ging zu Ende. Es sollte der letzte in Neuseeland sein. Doch da wusste ich noch gar nicht, dass ich nur noch vier Wochen in diesem außergewöhnlich schönen Land bleiben würde. Die Entscheidung zu fliehen kam rasch. Es war einfach zu kalt. Nicht, dass ich das nicht von zu Hause gewöhnt bin. Die Kiwis sind sich bloß zu fein für Zentralheizung! Also wenns draußen 10 Grad kalt ist, hats auch in der Bude 10 Grad.

Aber zu den negativen Seiten Neuseelands komm ich im nächsten Blog.

Bis dahin! Hoch die Faust!

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