Boris Gott: Es ist nicht leicht ein Mensch zu sein (CD-Tipp November 2010)

Boris Gott: Es ist nicht leicht ein Mensch zu sein

Der Wahl-Dortmunder Boris Gott hat bereits auf seinem hervorragendem Debüt „Bukowski-Land“ aus 2007 und der folgenden EP „Nordstadt“ gezeigt, zu welch tollen Songs er fähig ist. Deutschsprachige Lieder mit besonderer Textschärfe. Er legt den Finger auf den Ruhrpott Puls. Singt von Alltagsschwierigkeiten, Hoffnung und nicht zuletzt von der Liebe. Waren die Veröffentlichungen zuvor noch eher im Singer/Songwriter Stil gehalten, zieht jetzt der große Pop ein. „Ich wollte einfach eine große Platte machen. Mit viel Streichern und Bombast. Als Kind der 80er liebe ich die Pet Shop Boys. Ich mag den Pathos eines Richard Ashcroft und den ironischen Witz von Element Of Crime.“, so Boris Gott. Und allein für den Hinweis Ashcroft liebt man ihn gleich noch mehr!

Mit dem sinnsuchenden „Niemandsland“ ist ihm ein astreiner Hit gelungen. Klasse arrangiert, allein der Kinderchor zum Schluß – Sahne! Der Song „Mandy Lane“ steht dem in nichts nach. Der Rest sollte jeder selbst entdecken. Freunde, das hier ist intelligente deutsche Musik, die großen Spaß macht, aber auch das Denken nicht ausschaltet. Neben der von Selig, ist dies die beste deutschsprachige Platte 2010 geworden!

(Übrigens war der junge Herr auch schon auf der FMS Bühne, seinerzeit im Vorprogramm von Revolverheld mit seiner Rocktruppe “The Fremdenzimmer” - und dass er ein mehr als sympathischer Zeitgenosse ist, ist in diesem Buisness auch nicht alltäglich.)

Die Website von Boris Gott: www.borisgott.de

(Heiko)

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