Foo Fighters: Wasting Light (CD-Tipp April 2011)

Foo Fighters: Wasting Light

Nach dem Ende von Nirvana, überraschte Dave Grohl, einst Drummer dieser einflussreichen Rockband aus Seattle, in seiner neuen Band Foo Fighters damit am Mikro zu stehen und Gitarre zu spielen. Schließlich gehörte er zu den besten Drummern der Welt. Mitte der 90er, hatte keiner erwartet, dass 15 Jahre später die Foo Fighters zu den aktuell größten Rockbands des Planeten zählen würden. „Wasting Light“ hat vom Start in 12 Ländern die No.1 Position der Charts erobert. Trotz der Ankündigung, es sei das härteste Foo Album aller Zeiten, behalten die Jungs nur zum Teil Recht. Zwar ist mit „White Limo“ echter Heavy Metal zu hören und mit „Burning Bridges“ ein weiterer Knaller an sehr hartem Rock zu finden, so kann Dave Grohl sein Gespür für hochmelodische Songs, verpackt in astreinen Gitarrenrock der härteren Gangart nicht verhehlen.

Ob es nun die Tatsache ist, dass „Wasting Light“ komplett in Dave Grohls Garage eingepielt wurde oder hat es damit zu tun, dass erstmals Butch Vig, der auch Nirvanas Nevermind produzierte, an den Reglern saß, es ist das durchgängig beste Werk der Foo Fighters geworden, ein wahres Glanzlicht an modernem Rock.

Schwer einzelne Songs herauszustellen, man muss es aber versuchen:

„Dear Rosemarie“, wo auch Bob Mould von Hüsker Dü mitwirkt hat oder „Arlandria“ haben einen solch Killer Hook. „These Days“ begeisterte durch die Lässigkeit, das Stück auf langen Highway Strecken mehrmals mit bester Laune hintereinander zu hören.

Bei all der guten Laune, wäre da noch die zu Herzen gehende Ballade „I Should Have Known“. Ein an Kurt Cobain gewidmetes Stück, welches durch die Mitwirkung von Nirvana Bassist Krist Novoselic zusätzliche Brisanz bekommt. Grohl singt sich die Seele aus dem Leib und scheint förmlich zu leiden.

Und wer es sich leisten kann, den besten Song des Albums namens „Walk“ ganz zum Schluss zu verstecken, der hat alles richtig gemacht. „Walk“ ist nicht minder ein perfekter Rocksongs.

(Heiko)

Die Herren nehmen es sich auch nicht, das gesamte Werk live in der Garage am Stück durchzuspielen und auf YouTube zu stellen. Bitte schön:

Die Website der Foo Fighters: www.foofighters.com/

Der Knaller ist ja auch noch, dass die Foo Fighters bevor sie mit dem Album auf Stadion-und Festivaltour gehen, zuvor in echten Garagen in den USA unterwegs waren. Checkt die Videos dazu, von der Feldscheune bis zur KfZ Werkstatt. Nur cool:
www.foofighters.com/de/videos

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