Joe Bonamassa: Black Rock (CD-Tipp März 2010)

Joe Bonamassa - Black Rock

Label: Provogue Records/Rough Trade

Wer gleich zu Beginn bei diesem mächtigen Gitarrenriff von “Steal Your Heart Away” an Led Zeppelin denkt, liegt gar nicht mal so falsch. Schließlich hat die legendäre Stimme von Led Zep Robert Plant, Joe Bonamassa den Song aus der Feder von Bobby Parker für dieses Album vorgeschlagen.

Auch “Blue And Evil” schlägt in diese Kerbe und klingt verdächtig nach “Kashmir”. Es zeigt aber auch deutlich, dass der Power Bluesrocker Bonamassa kein Egoproblem hat. Trotz derzeit immensen Erfolgs, scheut er nicht seine Alben mit jede Menge ausgewählten Coverversionen zu bestücken.

B.B. King hat das Gitarrenausnahmetalent einst entdeckt und bereits als 12jährigen in sein Vorprogramm geholt. Nun, 20 Jahre später hat Bonamassa mit B.B. King auf diesem Album “Night Life” von Willi Nelson neu eingespielt. Bonamassa rockt, bluest und grooved auf “Black Rock” vom Allerfeinsten. Zeigt jede Menge Gefühl in den ruhigen Titeln, wie bei seiner Eigenkomposition “Quaryman’s Lament”, wo er einen deutlichen irischen Einfluss zur Geltung kommen lässt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Neuinterpretation von Leonard Cohens Klassiker “Bird On A Wire”. Hätte man nicht gedacht, dass dieses Überstück einmal mit dieser Hingabe und doch Stärke daher kommt.

Joe Bonamassa weist uns auf, wie derzeit moderner Blues gespielt wird, ohne Scheu zu haben, auch orientalische oder eben irische Elemente einzubauen.

(Heiko)

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