Philip Sayce: Innerevolution (CD-Tipp April 2010)
Philip Sayce: Innerevolution
Wer frisch von der Highschool von Jeff Healey (RIP) gebeten wird in dessen Band mitzuspielen, anschließend in Bands von Uncle Cracker und Melissa Etheridge spielt, der kann bereits in jungen Jahren eine bewegende Laufbahn sein eigen nennen.
Aber der Reihe nach: Direkt nach der Highschool spielte Philip Sayce mit Jeff Healy beim Monteux Jazz Festival und anschließend 3 ½ Jahre auf Tourneen quer über den Globus mit dem leider zu früh verstorbenen Bluesmeister. Im Anschluss, als Sayce nach LA zog, stieg er bei Uncle Kracker ein und hatte noch im selben Jahr mit „Drift Away“ einen US Nr. 1 Hit! Zwei Jahre später wollte Rockröhre Melissa Etheridge den Wunderknaben an der Gitarre gern bei sich in der Band haben. Mit ihr hatte er unter anderem Liveauftritte bei den Grammys oder der Oscar Verleihung. Scheinbar rastlos, wie Sayce ist verlässt er nach fünf Jahren und vier Alben die Band von Melissa Etheridge, um endlich sein eigenes Material der Welt zu präsentieren.
Mitte 2009 wird sein erstes (2005er) Album „Peace Machine“ auch in Europa veröffentlicht. Mit seiner Band, bestehend aus Fred Mandel (Alice Cooper), Bassist Joel Gottschalk und Schlagzeuger Ryan MacMillan (Matchbox 20), hat er nun das kraftvolle „Innerevolution“ aufgenommen.
Der Kanadier hat scheinbar auf seinem zweiten Solo Werk die Spielfreude gepachtet. Wuchtvoll und klangstark: Allein der Opener „Changes“ klingt, wie wenn die Foo Fighters den Bluesrock umkrempeln würden! Nummer zwei „Scars“ besticht in Lenny Kravitz/ Peppers Funky-Rock Manier. „Bitter Monday“ groovt ganz relaxt und hat dann doch den Killerrefrain, auch der vierte Song „Anymore“ hat große Bluesrock Klasse, bis es dann mit „Take You Away“ richtig laut und heftig wird. ROCK in ganz großen Buchstaben. Erst bei Song sechs „Daydream Tonight“ wird es erstmals etwas ruhiger. Ein Midtempo Ballade, die zum Schluss aber auch von der Leine muss. In einem solchen musikalischen Feuerwerk gestaltet sich die CD weiter, im Schlussteil lässt vor allem Hendrix grüßen.
Dieses Album zeigt, dass Philip Sayce nicht nur ein großer Blues Rock Gitarrist, sondern in Songwriting und Gesang auch das Potential zu weit mehr hat.
Label: Provogue Records
Die Website von Philip Sayce: www.philipsayce.com
(Heiko)
Tags: blues rock, cd besprechung, cd kritik, cd review, jeff healy, jimi hendrix, melissa etheridge, philip sayce, unkle cracker
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