Tocotronic: Schall und Wahn (CD-Tipp Januar 2010)

Tocotronic: Schall und Wahn

Tocotronic seit 15 Jahren zu begleiten heißt auch, mit Tocotronic älter zu werden. Aus der trotzig-schrammelnden Indie-Band mit den schönen Slogans (”Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein”) ist Deutschlands beste Alternative-Rock-Band geworden.

Ihr neuntes Album “Schall und Wahn” ziert ein bunter Blumenstrauß auf dem Cover - und das ist sinnbildlich, denn Tocotronic bewegen sich zwischen episch-aufwühlenden Gitarrengewittern (”Eure Liebe tötet mich”), orchestrierten Balladen (”Das Blut an meinen Händen”), lärmenden Post-Punkrock (”Stürmt das Schloss”) und einer Gute Laune-Polka (”Bitte oszillieren Sie”).

Auf “Schall und Wahn” erschließen Tocotronic neue Klangräume, darüber liegen der zuckersüß-zerstörerische Gesang von Dirk von Lowtzow und die in intellektuellen Feinheiten aufgehenden Texte. “Keine Meisterwerke mehr” singen Tocotronic - und strafen sich selbst Lügen.

(Thomas)

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